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	<title>KDS Koordinationsstelle Kurzdarmsyndrom</title>
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		<title>Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom trifft sich am 24.03.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 13:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jkw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gesprächskreis trifft sich am 24.03.12  von 14 bis 17 Uhr in im Mehrzweckraum Erdgeschoß des Leonberger Krankenhauses in der Rutesheimer Str. 50 (Anfahrt GoogleMaps hier). Natürlich möchten wir auch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen und Angehörigen bieten. Sie können Tipps  geben, Fragen stellen und Themen in die Runde zur Diskussion bringen. Für Getränke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gesprächskreis trifft sich am 24.03.12  von 14 bis 17 Uhr in im Mehrzweckraum Erdgeschoß des Leonberger Krankenhauses in der Rutesheimer Str. 50 (<a title="Google Maps" href="http://maps.google.de/maps?q=Rutesheimer+Str.+50,+71229+Leonberg&amp;hl=de&amp;ie=UTF8&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=21.69731,41.967773&amp;hnear=Rutesheimer+Stra%C3%9Fe+50,+71229+Leonberg,+Stuttgart,+Baden-W%C3%BCrttemberg&amp;t=m&amp;z=16" target="_blank">Anfahrt GoogleMaps hier</a>). Natürlich möchten wir auch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen und Angehörigen bieten. Sie können Tipps  geben, Fragen stellen und Themen in die Runde zur Diskussion bringen. Für Getränke und Kuchen ist gesorgt.</p>
<p>Bitte kurze Anmeldung per E-Mail an <a href="mailto:vm@bornschein.de">vm@bornschein.de</a> oder telefonisch unter 07052 / 470 , damit wir für ausreichend Sitzplätze, Geschirr, Besteck, Kuchen und Getränke sorgen können.</p>
<p>Über eine rege Beteiligung freuen wir uns!</p>
<p>Klaus Bornschein<br />
Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom</p>
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		</item>
		<item>
		<title>3. Tübinger Symposium: Kurzdarmsyndrom &#8211; Ätiologie, Versorgung, Outcome</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 19:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jkw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 4.2. 2012 nimmt die Koordinationsstelle am 3. Tübinger Symposium zum Thema Kurzdarmsyndrom teil. Eine Reihe nationaler und internationaler Experten diskutieren &#8211; drei ausgewählte Aspekte: Ätiologie, Versorgung und Outcome – werden dabei im Mittelpunkt stehen. Internisten und Kinderärzte, Gastroenterologen und Chirurgen sowie Casemanager und Rehaspezialisten im ambulanten und stationären Bereich sind  beteiligt. Am Samstag, 4.2.2012 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="UKT " src="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2009/06/uktlogo.png" alt="" width="98" height="50" /></p>
<p>Am 4.2. 2012 nimmt die Koordinationsstelle am 3. Tübinger Symposium zum Thema Kurzdarmsyndrom teil. Eine Reihe nationaler und internationaler Experten diskutieren &#8211; drei ausgewählte Aspekte: Ätiologie, Versorgung und Outcome – werden dabei im Mittelpunkt stehen. Internisten und Kinderärzte,  Gastroenterologen und Chirurgen sowie Casemanager und Rehaspezialisten im ambulanten und stationären Bereich sind  beteiligt.</p>
<p>Am Samstag, 4.2.2012 um 9.00 Uhr im Großen Hörsaal der  Crona-Klinik TübingenTransplantation.</p>
<p><a href="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2010/01/Kurzdarmsymposium_04022012.pdf" target="_blank">&gt;&gt; mehr dazu im Flyer als PDF zum Download</a></p>
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		<title>Adaption &#8211; was ist das?</title>
		<link>http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/adaption-was-ist-das/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 09:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jkw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Resorption von Makronährstoffen, Wasser, Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen ist im gesunden Darm jeweils auf bestimmte Regionen verteilt. Durch die Entfernung größerer Darmanteile wird dieses fein regulierte System stark gestört. Die nachfolgende Anpassung des Darmes an die neue Situation wird als Adaptation bezeichnet. Dabei vergrößert sich einerseits die Oberfläche des Darmes durchWachstumsvorgänge, andererseits findet eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Resorption von Makronährstoffen, Wasser, Mineralien, Vitaminen  und Spurenelementen ist im gesunden Darm jeweils auf bestimmte Regionen  verteilt. Durch die Entfernung größerer Darmanteile wird dieses fein  regulierte System stark gestört. Die nachfolgende Anpassung des Darmes  an die neue Situation wird als Adaptation bezeichnet.</p>
<p>Dabei vergrößert  sich einerseits die Oberfläche des Darmes durchWachstumsvorgänge,  andererseits findet eine Verbesserung der Resorptionsleistung der  Darmzellen statt. Das Ausmaß der Adaptation ist abhängig vom Umfang und  der Lokalisation des vorangegangen Darmverlustes. In der Folge kann  vorzugsweise der mittlere und untere Dünndarm (Ileum) den  Funktionsverlust des oberen Dünndarmes (Jejunum) ausgleichen.</p>
<p>Der  untere Dünndarm hat dagegen besondere Funktionen (Aufnahme von Vitamin  B12, Aufnahme von Gallensäuren; siehe Abbildung 1), die nicht von  anderen Darmabschnitten übernommen werden können. Der Dickdarm, der  normalerweise nicht an der Resorption von Nährstoffen beteiligt ist,  kann im Rahmen der Adaptation so genannte kurzkettige Fettsäuren  (bakterielle Abbauprodukte von nicht verdauten Kohlenhydraten) vermehrt  als Energieträger resorbieren. Adaptation ist ein langsamer Vorgang und  kann bis zu einem Jahr fortschreiten. Die biologischen Vorgänge der  Adaptation sind nicht in allen Einzelheiten bekannt. Klar ist jedoch,  dass die Zufuhr von Nahrung der entscheidende Faktor ist. Die  Wiederaufnahme bzw. Fortführung einer geeigneten Diät ist daher von  zentraler Bedeutung, um die Adaptation zu ermöglichen. Hierfür bedarf es  einer speziellen Diätberatung &#8211; und dazu sind wir für Sie da!</p>
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		</item>
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		<title>Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom Nachlese</title>
		<link>http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/gesprachskreis-trifft-sich-am-6-11-2010-in-leonberg/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 20:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jkw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 6.11.2010 traf sich wieder der Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom. Das Treffen war gut besucht &#8211; 35 Patienten mit Angehörigen ( alle parenteral und Infusionstherapie ernährt) nahmen Teil. Apotheker Ralf Metzger (Ries-Apotheke, Nördlingen) beantwortete u.a. Fragen zu Wechsel- und Nebenwirkungen der erforderlichen Medikamente, zur Kostenerstattung durch Krankenkasse, zu Erstattungsfähigkeit bei KDS Medikation als Sonderdiagnose, sowie Fragen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2010/04/kds_250.jpg"><img class="size-full wp-image-235 alignleft" title="kds_250" src="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2010/04/kds_250.jpg" alt="" width="250" height="119" /></a><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> <w:UseAsianBreakRules /> <w:DontGrowAutofit /> 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<p> <![endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Am 6.11.2010 traf sich wieder der Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom. Das Treffen war gut besucht &#8211; 35 Patienten mit Angehörigen ( alle parenteral und Infusionstherapie ernährt) nahmen Teil. Apotheker Ralf Metzger (Ries-Apotheke, Nördlingen) beantwortete u.a. Fragen zu Wechsel- und Nebenwirkungen der erforderlichen Medikamente, zur Kostenerstattung durch Krankenkasse, zu Erstattungsfähigkeit bei KDS Medikation als Sonderdiagnose, sowie Fragen zu Verträglichkeiten von Medikamenten und parenteraler Ernährung.<br />
</span></p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 48px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">in den Mehrzweckraum im Erdgeschoß<br />
des Krankenhaus Leonberg, Rutesheimer Str. 50, 71229 Leonberg<br />
am Samstag 6. November 2010 um 14.30 Uhr.<br />
Thema: „Künstliche Ernährung bei Kurzdarmsyndrom“<br />
Wir möchten den Umgang mit Parenteraler Ernährung, Medikamenten und Zusatznahrung<br />
besprechen:<br />
Worauf ist zu achten? Insbesondere welche Medikamente brauchen Sie?<br />
Der Umgang mit Sterilität und Hygiene<br />
Wie können Sie Ihre Beziehung zu ihrem Hausarzt als Co-Therapeuten aufbauen?<br />
Was ist bei Ihrer Urlaubsplanung zu beachten? Wie können Sie auch Fernreisen<br />
unternehmen?<br />
Zur Unterstützung haben wir Herrn Ralf Metzger, Ries-Apotheke, und Herrn Hans-Jürgen-<br />
Arnold, Betroffener mit umfassender Urlaubserfahrung in ferne Länder, und Frau Jutta<br />
Klitzing-Wiest, Koordinationsstelle Kurzdarmsyndrom, eingeladen.<br />
– Wir möchten Erfahrungen mit der Erkrankung im täglichen Leben untereinander<br />
austauschen. Sie haben Gelegenheit zu berichten, Fragen zu stellen und<br />
Themen in die Diskussion einzubringen.<br />
Für Getränke ist gesorgt.<br />
Über eine kurze Anmeldung und wieder eine rege Beteiligung freue ich mich.<br />
Freundliche Grüße<br />
Klaus Bornschein</div>
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		<title>Praktische Ernährungs-Tipps für Kurzdarm-Patienten</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 08:30:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jkw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[1.    Leicht verträglich: Lebensmittel, die häufig Unverträglichkeiten auslösen aufgrund ihrer blähenden Wirkung bzw. des hohen Ballaststoffgehaltes, sollten gemieden werden. Meiden Sie daher: Hülsenfrüchte, Gurkensalat, Pilzgerichte, Kohlgemüse, frisch gebackenes Brot, frittierte Speisen, sehr säurehaltige Lebensmittel und kohlensäurehaltige Getränke. Auch frisches Obst (außer Banane), frische Salate, Rohkost, Tomaten, Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Erbsen, und grüne Bohnen sollten gemieden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2010/05/bananas.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-391" title="bananas" src="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2010/05/bananas.jpg" alt="" width="454" height="454" /></a></p>
<p><strong>1.    Leicht verträglich:</strong></p>
<p>Lebensmittel, die  häufig Unverträglichkeiten auslösen aufgrund ihrer  blähenden Wirkung  bzw. des hohen Ballaststoffgehaltes, sollten  gemieden werden.</p>
<p><strong>Meiden Sie daher: </strong>Hülsenfrüchte, Gurkensalat,  Pilzgerichte,  Kohlgemüse, frisch gebackenes Brot, frittierte Speisen,  sehr  säurehaltige Lebensmittel und kohlensäurehaltige Getränke. Auch   frisches Obst (außer Banane), frische Salate, Rohkost, Tomaten,   Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Erbsen, und grüne Bohnen sollten   gemieden werden.</p>
<p>Es empfiehlt sich ein Tagebuch bzw. ein  „Beschwerdeprotokoll“ zu  führen um individuelle  Unverträglichkeiten von Lebensmitteln, Speisen  und Getränken feststellen  zu können.</p>
<p><strong>2.    Eiweißreich:</strong></p>
<p>Eiweiß ist ein  lebensnotwendiger Nährstoff mit vielen Funktionen im  Körper. Ein Mangel  an Eiweiß führt zu Verlust an Muskulatur sowie  Körpergewicht, zu<br />
Organfunktionsstörungen  sowie zur Beeinträchtigung des Eiweiß- und  Enzymstoffwechsels. Die  Folge können erhöhte Infektanfälligkeit,  Fieberzustände,  Wundheilungsstörungen sowie Mangelernährung sein.</p>
<p>Günstige  Eiweißlieferanten sind:<br />
• mageres Fleisch von Geflügel, Kalb, Schwein  und Rind<br />
• magerer Fisch<br />
• fettarme Wurst, Quark und fettarmer  Käse</p>
<p>Diese Lebensmittel versorgen uns mit hochwertigem Eiweiß.  Oft werden  Milch und Milchprodukte aufgrund des hohen Lactosegehaltes   (Milchzucker) schlecht vertragen.<br />
Die Eiweißzufuhr kann durch  zusätzliche Gabe von Eiweißkonzentraten  ergänzt werden:<br />
•  Eiweißreiche (hochkalorische) Trink- bzw. Zusatznahrung</p>
<p><strong>3.     Kalorienreiche Ernährung:</strong></p>
<p>Gesundheitliches Wohlbefinden und  eine intakte Immunabwehr hängen  maßgeblich von einem guten  Ernährungszustand ab. Durch einseitige  Ernährung wird die Entstehung  einer Mangelernährung begünstigt, die  sowohl Lebensqualität als auch  Lebensdauer beeinflusst. Fett ist ein  wichtiger Energielieferant und  wird bei einer normalen Zufuhr von  80g/Tag meist gut vertragen. Sollte  es trotzdem zu Unverträglichkeiten  wie Fettstühlen kommen, kann auf  MCT-Fette zurückgegriffen werden. Ihr  Vorteil ist, dass sie auch bei  eingeschränkter Verdauungsleistung  verwertet werden können.</p>
<p>Erhältlich  sind:<br />
MCT-Basis Plus: Öl, Margarine, Brotaufstriche erhältlich im  Reformhaus.  Die Energiezufuhr sollte wegen der verminderten  Nährstoffausnutzung  deutlich über der von Gesunden liegen. Die Patienten  müssen wesentlich  mehr essen als Gesunde um ihr Gewicht zu halten.</p>
<p>Zur  Kalorienanreicherung sind geeignet:</p>
<p>1 Eßl. Butter (15g) &#8211; 120  Kalorien<br />
1 Eßl. Sahne (10g) &#8211; 30 Kalorien<br />
1 Eßl. Honig (15g) &#8211; 60  Kalorien</p>
<p>Verwenden Sie zum Süßen von Speisen und Getränken  Traubenzucker  anstelle von Haushaltszucker. Traubenzucker hat den  gleichen  Energiegehalt wie Haushaltszucker aber nur die halbe Süßkraft,  d.h. Sie  können die doppelte Menge Zucker und somit Energie zufügen, um  den  gleichen Süßegrad zu erreichen. Ist trotz all dieser Maßnahmen keine   ausreichende Energiezufuhr möglich, kann auf spezielle Produkte    zurückgegriffen werden:</p>
<p>• Malto Dextrin®<br />
• Duocal®<br />
•  Biosorbin MCT<br />
• hochkalorische Trink- bzw. Zusatznahrungen</p>
<p><strong>4.     Viele kleine Mahlzeiten:</strong></p>
<p>Wichtig ist, den verbliebenen  Darm während des gesamten Tages und  nicht nur zu drei Hauptmahlzeiten zu  nutzen. Dies bedeutet mehrere  kleine Mahlzeiten. Bei großen Portionen  wird die Darmtätigkeit unnötig  stark angeregt, sodass die Nahrung  schlechter ausgenutzt wird und es zu  Durchfall kommen kann.</p>
<p><strong>5.     Gründlich kauen:</strong></p>
<p>Während der relativen kurzen Verweildauer  im verbliebenen Darm muß  eine gute Durchmischung mit Verdauungssäften  stattfinden. Durch  gründliches kauen wird eine Durchmischung gefördert  und die  Nährstoffausnutzung positiv beeinflusst. Evtl. kann der  Verdauung mit  Bauchspeicheldrüsenfermenten nachgeholfen werden.</p>
<p><strong>6.     Reichlich trinken, aber nicht zuviel:</strong></p>
<p>Bei Durchfall besteht  ein erhöhter Wasserverlust, der ausgeglichen  werden muss. Trinken Sie  ca. 2 l kohlensäurearme Mineralwässer,  Schwarz-, Kräuter &#8211; und  Früchtetee ( keine rote Früchte). Vorsicht:  Pfefferminztee und Kaffee  nur bei individueller ToleranzTrinken Sie  jedoch nicht zuviel, da dies  zu vermehrten Durchfällen führt.</p>
<p><strong>7. Abhilfe  schaffen bei individuellen Beschwerden:</strong></p>
<p>a) <strong>Durchfall</strong>:</p>
<p>Mehrere  Ursachen kommen für Durchfälle nach Dünndarmresektion in   Frage,entsprechend findet eine medikamentöse Therapie statt.</p>
<p>Positiv  wirken sich folgende Lebensmittel bei Durchfall aus:<br />
Eine stopfende  Wirkung haben:<br />
• geschlagene Banane, geriebener Apfel, Heidelbeeren  (-saft)<br />
• Haferschleim, Haferflocken<br />
• gekochte Karotten<br />
•  Zwieback, Knäckebrot, gekochter Reis, Weißbrot,   Wasser-Kartoffelpüree,Nudeln<br />
• Kakaopulver (Schokolade, Wasserkakao)</p>
<p>Bitte  beachten sie: &#8211; keine kalten und keine kohlensäurehaltigen  Getränke  trinken<br />
- meiden von Milch und Milchprodukten, die Milchzucker  enthalten<br />
- keine fetten Lebensmittel und Speisen essen</p>
<p>Tipp:  Weizenkleie und Flohsamen haben aufgrund der quellenden  Wirkung die  Fähigkeit, flüssigen Stuhl eindicken und formen zu können.</p>
<p>b)  <strong>Milchzuckerunverträglichkeit/Laktoseintoleranz:</strong></p>
<p>Eine  Milchzuckerunverträglichkeit wird durch einen Laktasemangel   hervorgerufen. Das Enzym Laktase wird im Dünndarm gebildet und sorgt   dafür, dass Milchzucker abgebaut und resorbiert werden kann. Bei   Dünndarmresektion kann es zu einem Laktasemangel kommen.</p>
<p>Es  sind folgende Lebensmittel zu meiden:<br />
• Milch, Pudding, Milchbreie<br />
•  Milchprodukte nach Verträglichkeit: Joghurt, Kefir, Buttermilch,  Quark,  Weich- und Hartkäse, Butter<br />
• Instantprodukte, Püreepulver,  Fertigprodukte<br />
• Brot und Gebäck, die mit Milch, Milchpulver, Casein,  Molkenpulver od.  Milchzucker hergestellt sind<br />
• Backwaren und  -mischungen, süße Riegel, Milch- und Sahneeis,  Pralinen,  Nuss-Nougatcreme</p>
<p><strong>LAKTOSEFREIE Produkte verwenden!</strong></p>
<p><strong>3.    Prophylaxe von Nierensteinen:<br />
</strong><br />
Die Bildung von  Nierensteinen ist eine häufige Folgeerkrankung nach  Ileumresektion.  Normalerweise bindet sich Oxalsäure im Darm mit Calcium  zu Kalzium-  Oxalat. Da dieser Schutzmechanismus nach Ileumresektion  nicht  funktioniert, ist eine oxalsäurearme Ernährung notwendig.</p>
<p>Meiden  Sie oxalsäurereiche Lebensmittel, wie:<br />
• Kakao (Schokolade,  schokohaltige Getränke, Nuss-Nougat-Creme)<br />
• Obstsorten, wie  Rhabarber, Beerenfrüchte, Pflaumen<br />
• Nüsse<br />
• Gemüse: Spinat,  Mangold, Rote Bete, Bohnen<br />
• Schwarztee<br />
• Dunkle Brotsorten</p>
<p><strong>4.     Zuckerunverträglichkeit:</strong></p>
<p>Bei unvollständiger  Kohlenhydratresorption verursachen Zucker  erhebliche osmotische  Durchfälle. Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel  (Süßigkeiten etc.)  sollten dann gemieden werden.</p>
<p><strong>Kurz &amp;  knapp:</strong></p>
<p><strong>-  viele kleine Mahlzeiten  &#8211; 6 –10 x tgl.<br />
</strong><strong>- </strong><strong>laktosefreie Milchprodukte<br />
</strong><strong>- </strong><strong>ballaststofffrei – nur lösliche  Ballaststoffe<br />
</strong><strong>- </strong><strong>Trinken und Mahlzeit zeitlich trennen<br />
</strong><strong>- </strong><strong>oxalatarm – Meiden von Nüssen, Rhabarber, Rote Beete,  Spinat, Kakao<br />
</strong><strong>- </strong><strong>auf hochwertige Fette achten wie Rapsöl, Olivenöl,  Leinöl<br />
</strong><strong>- </strong><strong>KEINE Kohlensäurehaltigen Getränke<br />
</strong><strong>- </strong><strong>KEINE Citrusfrüchte<br />
</strong><strong>- </strong><strong>WENIG rote Früchte<br />
</strong><strong>- </strong><strong>KEINE Schalen wie Tomate, Paprika ( müssen  geschält  werden)<br />
</strong><strong>- </strong><strong>KEIN Vollkorn<br />
</strong><strong>- </strong><strong>KEINE Kohlsorten</strong></p>
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		<title>Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom &#8211; Nachlese</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jkw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Morbus Crohn &#124; Colitits Ulcerosa Selbsthilfegruppe Leonberg traf sich sich wieder zum Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom mit Jutta Klitzing-Wiest und Herrn Bornschein, am 8. Mai in Leonberg. Der Gesprächskreis war wieder gut besucht und wir haben uns gefreut, 8 neue Teilnehmer begrüßen zu können. Wichtigstes Ergebnis war die Bildung zweier Arbeitsgruppen: eine mit Schwerpunkt Portversorgung, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2010/04/kds_250.jpg"><img class="size-full wp-image-235 alignleft" title="kds_250" src="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/wp-content/uploads/2010/04/kds_250.jpg" alt="" width="250" height="119" /></a>Die Morbus Crohn | Colitits Ulcerosa Selbsthilfegruppe Leonberg traf sich sich wieder zum Gesprächskreis Kurzdarmsyndrom mit Jutta Klitzing-Wiest und Herrn Bornschein, am 8. Mai in Leonberg. Der Gesprächskreis war wieder gut besucht und wir haben uns gefreut, 8 neue Teilnehmer begrüßen zu können.</p>
<p>Wichtigstes Ergebnis war die Bildung zweier Arbeitsgruppen: eine mit Schwerpunkt Portversorgung, die andere soll die politische Situation der Patienten in den Vordergrund stellen.</p>
<p>Außerdem planen wir ein Patientenseminar mit vielfältigem Informationsangebot: Schulungen für Patienten, BIA-Messung, Portversorgung und der Umgang mit mit PE Basiswissen stehen dabei im Vordergrund.  Ein neues Treffen im Herbst ist bereits in Vorbereitung, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.</p>
<p>Herzliche Grüße</p>
<p>Jutta Klitzing-Wiest &#8211; Koordination Kurzdarmsyndrom</p>
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		<title>Koordination Kurzdarmsyndrom</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 00:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Um wiederholte Krankenhausaufenthalte, aber auch Verschlechterungen und Komplikationen zu vermeiden, hat sich die „Koordinationsstelle für Patienten mit Kurzdarmsyndrom und Patienten mit komplexer medizinischer Ernährungstherapie“ in Zusammenarbeit mit Priv.-Doz. Dr. Lamprecht von der Gastroenterologie der Medizinischen Klinik der Uni Tübingen entwickelt. Im Interesse aller Beteiligten (Patienten, Angehörige, Krankenkassen, Pflegedienste, behandelnde Ärzte) gewährleistet die Koordinationsstelle eine interdisziplinäre, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="illu3" src="http://kds-koordination.de/cms/wp-content/uploads/2009/06/illu3.png" alt="illu3" width="570" height="120" /></p>
<p>Um wiederholte Krankenhausaufenthalte, aber auch Verschlechterungen und Komplikationen zu vermeiden, hat sich die „Koordinationsstelle für Patienten mit Kurzdarmsyndrom und Patienten mit komplexer medizinischer Ernährungstherapie“ in Zusammenarbeit mit Priv.-Doz. Dr. Lamprecht von der Gastroenterologie der Medizinischen Klinik der Uni Tübingen entwickelt.</p>
<p>Im Interesse aller Beteiligten (Patienten, Angehörige, Krankenkassen, Pflegedienste, behandelnde Ärzte) gewährleistet die Koordinationsstelle eine interdisziplinäre, sektorenübergreifende Versorgung. Sie beinhaltet vor allem die Sicherstellung der medizinische Therapie, Ernährungsmaßnahmen und spezieller pflegerischer Leistungen.</p>
<p>Ziele sind die Gewichtsstabilisierung, Ausgleich der von Mikronährstoffen, bedarfsgerechte Energie- und Nährstoffzufuhr, weitgehende Symptomfreiheit und Steigerung des Wohlbefindens und somit der Lebensqualität.</p>
<p><a href="http://kds-koordination.de/cms/?page_id=69" target="_self">&gt;&gt; Mehr Informationen über die Arbeitsweise der Koordinationsstelle finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="http://kds-koordination.de/cms/?page_id=33" target="_self">&gt;&gt; Mehr zu den Zielen der Koordinationsstelle gibt es hier. </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kurzdarmsyndrom &#8211; was ist das? von Prof. Dr. med. Georg Lamprecht</title>
		<link>http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/kurzdarmsyndrom-was-ist-das-eigentlich/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 23:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Patienten mit einem Morbus crohn, bei denen Darm entfernt wurde, wird gelegentlich die Diagnose „Kurzdarm­syndrom“ gestellt. im Folgenden soll ver­sucht werden, diesen Begriff mit Inhalt zu füllen und die Behandlungsmöglichkeiten darzustellen. Definition es existieren verschiedene Definitionen des Krankheitsbildes Kurzdarmsyndrom. Folgende Begriffsbestimmung hat sich bewährt: Bei einem Kurzdarmsyndrom ist die Darmfunktion in Folge einer Resektion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-115" href="http://www.koordination-kurzdarmsyndrom.de/cms/kurzdarmsyndrom-was-ist-das-eigentlich/2009-1-30-04-lamprecht-kurzdarmsyndrom-korr_lamprecht_200209_img_0/"><img title="2009-1-30-04 Lamprecht - Kurzdarmsyndrom Korr_Lamprecht_200209_img_0" src="http://kds-koordination.de/cms/wp-content/uploads/2009/06/lamprecht.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Bei Patienten mit einem Morbus crohn, bei denen Darm entfernt wurde, wird gelegentlich die Diagnose „Kurzdarm­syndrom“ gestellt. im Folgenden soll ver­sucht werden, diesen Begriff mit Inhalt zu füllen und die Behandlungsmöglichkeiten darzustellen.</p>
<p><strong>Definition </strong></p>
<p>es existieren verschiedene Definitionen des Krankheitsbildes Kurzdarmsyndrom. Folgende Begriffsbestimmung hat sich bewährt:</p>
<p>Bei einem Kurzdarmsyndrom ist die Darmfunktion in Folge einer Resektion so stark eingeschränkt, dass die Ver­dauung und Resorption von Makronähr­stoffen, Flüssigkeit und Mineralien nur mit speziellen Maßnahmen aufrecht erhal­ten werden kann oder durch eine künst­liche (intravenöse) Ernährung ergänzt bzw. übernommen werden muss.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Länge und Funktion des Darms </strong></p>
<p>der normale Dünndarm des Menschen ist zirka 400 cm lang und geht in den zirka 80 cm langen Dickdarm über. im Dünn­darm werden Makronährstoffe (Amino­säuren, Kohlenhydrate und Fette) und Mikronährstoffe (Vitamine und Spuren­elemente) aufgenommen (resorbiert). Die Resorption von Wasser und Minera­lien Elektrolyte) erfolgt im Dünn- und Dickdarm. eine Reihe von Nährstoffen wird nur in bestimmten Darmabschnit­ten resorbiert (z.B. das Vitamin B12 und die Gallensäuren im Ileum). Werden diese Darmabschnitte entfernt, kann der rest­liche Darm diese Aufgabe nicht überneh­men. Die Funktion des oberen Dünndarms (Jejunum) kann hingegen von den weiter unten gelegenen Dünndarmabschnit­ten (Ileum) nach einer Anpassungsphase übernommen werden.</p>
<p><strong>Ursachen eines Kurzdarmsyndroms </strong></p>
<p>Die häufigsten Ursachen eines Kurzdarm­syndroms beim Erwachsenen sind:</p>
<ul>
<li>Multiple Resektionen bei Morbus      Crohn</li>
<li>Mesenterialinfarkt      (Durchblutungsstö­rung des Darms, die zur operativen Entfernung zwingt)</li>
<li>Schwere Bauchverletzungen</li>
<li>Strahlenschaden</li>
<li>Intestinale      Pseudoobstruktion (eine seltene, aber schwere Störung der Beweglichkeit      des Darms)</li>
</ul>
<p><strong>Besonderheiten des Kurzdarmsyndrom bei einem Morbus Crohn</strong></p>
<p>speziell für Patienten mit einem Morbus crohn ergeben sich folgende Aspekte:</p>
<ul>
<li>die am häufigsten beim Morbus      crohn durchgeführte Operation, die Ileozökalresektion, führt in der Regel      nicht zu einem Kurzdarmsyndrom, denn die Resorption der Makronährstoffe      und die Resorption von Wasser und Elektrolyten ist meist nicht wesentlich      verändert. Trotzdem kann es zu einem Vitamin B12-Mangel, zu einem durch      Gallensäureübertritt in den Dickdarm verursachten Durchfall (chologene Diarrhoe)      oder zu Fettstühlen, die durch Gallensäurenverlust verursacht werden      (Gallensäureverlustsyndrom) kommen.</li>
<li>Allgemein wird davon      ausgegan­gen, dass bei einer Restdünndarmlänge von mehr als 200 cm kein      Kurz­darmsyndrom auftritt. Beim Morbus crohn ist der verbliebene Dünndarm      aber häufig nicht gesund, so dass es trotzdem zu einem Kurzdarmsyndrom      kommen kann.</li>
<li>Patienten mit einem Morbus      crohn sind häufig am Bauch operiert, wodurch prinzipiell das Risiko von      Verwach­sungen besteht, die zu weiteren Ope­rationen zwingen können, die      letztlich zu einem Kurzdarmsyndrom führen.</li>
<li>Bei Patienten mit einem      Morbus Crohn muss bei einer Darmresektion relativ häufig ein künstlicher      Darmausgang (stoma) angelegt werden. Infolge der Stoma-Anlage stehen die      weiter unten gelegenen Darmabschnitte nicht mehr für die Resorption von      Nährstoffen zur Verfügung. Aus dieser Situation kann ein Kurzdarmsyndrom      entstehen, das durch eine Stoma-Rückverlagerung und die Wiederherstellung      der Darm­kontinuität möglicherweise rückgän­gig gemacht werden kann.</li>
</ul>
<p><strong>Therapie</strong></p>
<p>die Therapie des Kurzdarmsyndroms hängt vom Zeitverlauf seit der Darmope­ration und von der Schwere der Störung ab.</p>
<p>Nach Resektion größerer Darmanteile kommt es in der Regel zu vermehrtem Durchfall und die Darmpassage ist beschleunigt. Ursächlich hierfür sind die verminderte Resorptionsfläche und die veränderte Resorptionsfunktion (beides infolge des verlorenen Darms) sowie die verminderte Zeit für die Resorption. die Resorptionsfläche kann sich in gewis­sen Grenzen durch ein Wachstum der Schleimhaut verbessern und die Resorpti­onsfunktion kann sich je nach operiertem Darmabschnitt (s.o.) ebenfalls anpas­sen.</p>
<p>Außerdem kommt es in den ersten Monaten nach einer solchen Operation zu einer reaktiv vermehrten Magensäu­reproduktion, die ebenfalls resorbiert werden muss. diese Veränderungen wer­den als Adaptation bezeichnet und kön­nen bis zu einem Jahr andauern. Dabei ist die gestörte Resorption von Wasser und Elektrolyten häufig der wichtigste Faktor, denn diese Störungen werden nur kurz vom Patienten toleriert, es droht sonst eine Austrocknung (Exsikkose). Wichtig ist, dass ein Angebot von Nährstoffen durch natürliche Nahrungsaufnahme, also Nah­rung im Darm, die Adaptation des Darms fördert.</p>
<p>Wichtige Behandlungsprinzipien sind daher:</p>
<ul>
<li>die Passage verlangsamen      mit Medi­kamenten wie Loperamid (Imodium® und viele andere Handelsnamen)      bzw. Tinctura opii.</li>
<li>viele kleine Mahlzeiten.</li>
<li>eine Ballaststoffarme Diät      (denn Bal­laststoffe binden Wasser und beschleu­nigen die Passage,      außerdem ist eine solche Diät besser resorbierbar).</li>
<li>Essen und Trinken zeitlich      voneinander trennen, um die Belastung des Darms mit Flüssigkeit zu      verteilen.</li>
<li>Blockade der Magensäure mit      Medi­kamenten wie Omeprazol, Pantoprazol oder Lansoprazol (diverse Handels­namen).</li>
<li>Reduktion des Fettanteils      in der Nah­rung, falls noch Dickdarm vorhanden ist, denn nicht resorbierte      Fette können im Dickdarm Durchfall auslösen (Stea­torrhoe).</li>
<li>Gezielter Ausgleich      bestehender oder drohender Mangelzustände an Mineralien (v.a. Magnesium,      Kalium und Calcium), Spurenelemente (v.a. Zink) und Vitamine (v.a. Vitamin      B12,Vitamin D).</li>
<li>Trinkzusatznahrung und      spezielle Flüs­sigkeitsgaben (Isostar™, Gatorade™, Elotrans™ und      zahlreiche andere).</li>
</ul>
<p>Die Störung der Darmfunktion ist unmit­telbar nach einer Operation und in den daran anschließenden Wochen natür­lich am stärksten. in dieser Übergangs­phase kann auch bei Patienten, die mit­telfristig kein typisches Kurzdarmsyndrom entwickeln, eine übergangsweise (pas­sagere) künstliche intravenöse Flüssig­keitszufuhr bzw. künstliche intravenöse Ernährung notwendig sein. Hierfür stehen diverse Infusionslösungen (nur Flüssig­keit, Flüssigkeit und Ernährung, Vitamine, Spurenelemente) zur Verfügung. Je nach erwarteter Dauer der künstlichen Ernäh­rung und abhängig von den notwendigen Infusionslösungen kann eine Venenka­nüle, ein zentraler Venenkatheter oder ein operativ angelegter Venenzugang (so genannter Port) als intravenöser Zugang ver­wendet werden. Wird eine solche intra­venöse Ernährung Zuhause durchgeführt, müssen meist alle Bestandteile in einer Infusionsflasche bzw. einem Infusions­beutel gemischt werden. Wegen der spe­zifischen Verluste im Rahmen des Durch­falls beim Kurzdarmsyndrom müssen sol­che Ernährungslösungen oft für den ein­zelnen Patienten individuell zusammen­gestellt werden (so genanntes „compoun­ding“).</p>
<p><strong>Parenterale (intravenöse) Ernährung</strong></p>
<p>Bei einigen wenigen Patienten ist der ver­bliebene Restdarm so kurz oder so schwer in seiner Funktion eingeschränkt, dass eine künstliche Ernährung in der darge­stellten Weise nicht nur passager sondern dauerhaft notwendig ist. In dieser Situa­tion ist es besonders wichtig, die Ernäh­rung optimal einzustellen, um ein zu viel oder zu wenig an einzelnen Komponen­ten (Kohlenhydrate, Fette, Aminosäuren usw.) zu vermeiden.</p>
<p><strong>Komplikationen</strong></p>
<p>eine künstliche Ernährung birgt auch Risiken in sich:</p>
<ul>
<li>Der venöse Zugang kann sich      infizieren, dann droht eine Blutvergiftung. Abhän­gig vom auslösenden      Keim, kann eine medikamentöse Therapie mit Antibio­tika versucht werden      oder der Zugang muss entfernt werden.</li>
<li>Das Blutgefäß, in dem der      venöse Zugang liegt kann sich durch eine Thrombose verschließen, dann wird      dieses Gefäß für die Anlage eines neuen Zugangs meist unbrauchbar. Die      künstliche Ernährung kann zu veränderten Leberwerten bis hin zu schweren      Leberschäden führen.</li>
</ul>
<p>Die genannten Komplikationen lassen sich meist kurz bis mittelfristig beherr­schen, können aber bei Fortbestehen oder häufiger Wiederkehr zu einem nicht mehr beherrschbaren Problem werden. Dann kann eine Dünndarm- oder kombi­nierte Leber- und Dünndarmtransplanta­tion einen Ausweg darstellen.</p>
<p><strong>Organisation und Koordination</strong></p>
<p>An der Versorgung von einem Patienten mit einem schweren Kurzdarmsyndrom sind verschiedene Personen und Institutionen beteiligt: Angehörige, Hausarzt, Pflegedienst, Krankenhaus, Apotheke, Versicherung usw. Regelmäßige Kon­trollen und eine Anpassung der Thera­pie sind oft notwendig und die entspre­chenden Informationen müssen zwischen den Beteiligten ausgetauscht, abge­stimmt und aktualisiert werden. In der Praxis hat sich das als ein wesentliches Problem herausgestellt. Eine Koordi­nationsstelle, bei der alle Informationen zusammenlaufen, die bei dringlichen Fra­gen bzw. Notfällen immer telefonisch zu erreichen ist und die den Patienten in sei­nen Belangen unterstützt, hat sich in die­sem Zusammenhang als außerordentlich hilfreich erwiesen.</p>
<p><strong>Die Tübinger Kurzdarm-Ambulanz</strong></p>
<p>in Tübingen haben wir vor einigen Jah­ren eine spezielle Ambulanz für Patienten mit einem Kurzdarmsyndrom eingerichtet. hier werden sowohl Patienten betreut, die eine spezielle Diät brauchen, als auch Patienten, die auf eine vorübergehende oder auch langfristige bzw. dauerhafte intravenöse Ernährung angewiesen sind. Die oben dargestellte Koordination wird für einen Großteil dieser Patienten von Frau Klitzing-Wiest übernommen. Bei ambulant nicht lösbaren Problemen besteht die Möglichkeit zur dringlichen stationären Aufnahme. In enger Zusammenarbeit mit den Chirurgen werden z.B. Fragen einer Rückverlagerung eines Stomas oder Port-Probleme geklärt.</p>
<p><strong>Über den Autor:</strong> Prof. Dr. med. Georg Lamprecht</p>
<p>Professor Lamprecht studierte von 1986 bis 1991 Humanmedizinen der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität München, wo er 1992 über Ionentransportmechanismen am Magen promovierte. Von 1991 bis 1995 arbeitete er an der II. Medizinischen Klinik der TU München bei Prof. Classen. 1995 wechselte er an die Medizinische Klinik Abt. I nach Tübingen. Es folgte ein Postdoc-Aufenthalt an der Johns-Hopkins-School of Medicine in Baltimore bei Prof. Donowitz von 1996 bis 1998. Hieraus entstand die Arbeitsgruppe gastrointestinaler Ionentransport. Im Jahr 2006 habilitierte sich Prof. Lamprecht mit dem Thema &#8220;Funktionelle und biochemische Charakterisierung des intestinalen Anionenaustauschers DRA (down regulated in adenoma)&#8221;. Seit 2001 ist Prof. Lamprecht Oberarzt und seit 2004 Leitender Oberarzt der Abteilung.</p>
<p>Seit 2006 leitet Prof. Lamprecht die Spezialambulanz für Kurzdarmsyndrom, Darmversagen und Darmtransplantation und seit 2010 die Spezialambulanz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.</p>
<p>Forschungsschwerpunkte</p>
<ul>
<li>Regulation der elektroneutralen      NaCl-Resorption im Darm mit Schwerpunkt auf dem Anionenaustauscher DRA      (SLC26A3) und dessen Interaktion mit den PDZ-Adapterproteinen der      NHERF-Familie</li>
<li>Pathophysiologie und      Risikofaktoren beim Kurzdarmsyndrom</li>
<li>Transportfunktion des      transplantierten Darms</li>
</ul>
<p>Klinische Schwerpunkte</p>
<ul>
<li>Kurzdarmsyndrom und      parenteraler Ernährung</li>
<li>Chronisch-entzündliche      Darmerkrankungen</li>
<li>Funktionelle Erkrankungen des      Gastrointestinaltraktes (z.B. Achalasie</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>erschienen in &#8220;DCCV-Journal Der Bauchredner&#8221; 01/09</p>
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